Ferienzeit ist Einbruchszeit - So hältst du Diebe fern

In der Schweiz werden pro Tag rund 127 Einbrüche registriert. Langfinger treiben ihr Unwesen am liebsten ungestört. Passt also perfekt, wenn du weit, weit weg bist...

Dein Sommerurlaub steht vor der Tür und du kannst es kaum erwarten, dein Zuhause für ein paar Tage zu verlassen. Damit die Rückkehr aber nicht zum Albtraum wird, solltest du ungebetenen Gästen keine Chance lassen –  die machen nämlich keine Ferien. Wir haben uns schlau gemacht, Statistiken angeschaut und mit einem Experten darüber gesprochen, wie du dich vor einem Einbruch schützen kannst.

Wie gefährdet ist dein Zuhause?

Laut der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurde letztes Jahr 127 Mal pro Tag eingebrochen. Obwohl 2012 täglich noch 201 Einbrüche registriert wurden, ist Vorsicht geboten –  insbesondere während der Ferienzeit. Die Statistik zu Einbruch- und Einschleichdiebstahl zeigt, dass vor allem die Westschweiz von Einbrechern gefährdet ist. Doch neben dem Wohnort gibt es noch weitere Merkmale, die für eine höhere Einbruchswahrscheinlichkeit sorgen. Beispielsweise sind Häuser in Autobahnnähe gefährdeter, weil Einbrecher schnelle Fluchtwege suchen. Ausserdem sind nicht alle Haus- bzw. Wohnungstypen gleich betroffen. Wohnst du in einem Mehrfamilienhaus? Dann aufgepasst, hier wird nämlich fast doppelt so oft eingebrochen!

Safety first - Ein Experte im Interview

Du kannst keine Nachbarn fragen, ob sie dein Zuhause im Auge behalten können? Kein Problem. Unser Experte N. Alptekin von ALPN Safety & Security verrät im Interview, wie du dein Zuhause trotzdem gegen Einbrecher schützen kannst.

 

Herr Alptekin, Ferienzeit ist Einbruchszeit, was halten Sie davon?

Ja das ist wahr, man merkt, dass viele Leute weg sind. Und auch die Profis unter den Einbrechern merken das, finden eine Lücke und nutzten diese eiskalt aus. Ein Trend ist unterdessen, auch tagsüber einzubrechen.

 

Welche Vorkehrungen empfehlen Sie vor der Abreise, um den Einbrechern keine Chance zu lassen?

Ich persönlich lasse immer alle Rollläden runter. Man ist so zwar auffällig, aber es ist besser als nichts. Man erschwert dem Einbrecher das Handwerk. Ausserdem informiere ich immer meine Nachbarn. Das rate ich allen, sofern sie eine gutes Verhältnis zu ihnen haben.

 

Was wirkt einbruchhemmend? Und was schreckt Einbrecher ab?

Es gibt weniger Einbrüche als auch schon. Vielleicht wegen der vermehrten Polizeipräsenz. Aber wirklich abschreckend wirkt vor allem eine Alarmanlage. Auch Tiere sind generell ein guter Schutz, vor allem dann, wenn die Einbrecher tagsüber ins Haus steigen, während man in der Küche beschäftigt ist.

 

Sie haben ein grosses Know How im Umgang mit Sicherheit Zuhause. Was empfehlen Sie daher, um sich von Einbrechern zu schützen?

Eine Alarmanlage. Es gibt unterdessen sehr günstige Modelle. Meine Empfehlung ist das Smart Home System. Es umfasst neben Bewegungs-, Wasser- und Glasbruchmelder auch Kameras und kann günstig erworben werden. Ausserdem muss man nicht besonders technikaffin sein, um die Anlage in Betrieb zu nehmen. Es läuft alles über eine Hauptbox, die man mit dem eigenen Smartphone verbinden und so den Alarm empfangen kann. Der Vorteil ist, dass man die Anlage beliebig zusammenstellen und selber installieren kann. Beim Auslösen eines Alarms kann so zum Beispiel über die Lautsprecher der Kamera kommuniziert werden.

 

Sie verkaufen in Ihrem Geschäft Produkte für den Einbruchschutz. Merken Sie generell am Verkauf der Produkte, ob sich Leute über Einbrüche Gedanken machen?

Bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Leute erst dann reagieren, wenn bereits etwas passiert ist. Deshalb verzeichnen wir die meisten Produktbestellungen von Ende Oktober bis Ostern. Die Leute müssen heute eher emotional als rational gepackt werden, zum Beispiel durch einen Einbruch im Nachbarhaus.

Falls du weitere Tipps und Tricks vom Profi benötigst, steht dir unser Experte N. Alptekin oder deine Kantonspolizei gerne zur Seite.


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