Grillieren kann für Zündstoff sorgen – Ist es auf dem Balkon erlaubt?

An einem schönen Sommerabend werfen eingefleischte BBQ-Fans gerne ihren Grill an – auch auf dem Balkon ihrer Mietwohnung. Hier erfährst du wie es rechtlich darum steht und wie du den Frieden mit deinen Nachbarn bewahren kannst.

Die Schweiz ist eine Grill-Nation. Eine von Coop durchgeführte Studie (2017) zeigt, dass Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich jeden 4. Tag im Sommer den Grill einheizen. Nicht weit hergeholt, denn ein gepflegter Balkon lädt an einem warmen Sommerabend gerne für einen gemütlichen Grillplausch ein. Inwieweit ist das Grillieren auf dem Balkon einer Mietwohnung aber erlaubt? Auf was solltest du dabei achten und welche Tipps helfen dir, keinen Ärger mit deinen Nachbarn zu haben?

Grillplausch auf dem Balkon – Ist das erlaubt?

Ja, laut Mietrecht darfst du auf dem Balkon deiner Mietwohnung grillieren. Ein absolutes Grillverbot wäre laut Mieterverband gesetzlich nicht haltbar. Dadurch würde zu stark in das Privatleben der Bewohner eingegriffen. 
Bevor du aber deine Freunde oder Familie zu einem gemütlichen Grillabend einlädst, solltest du sicherheitshalber deinen Mietvertrag konsultieren. Der Vermieter kann nämlich nur einen Elektro- oder Gasgrill erlauben oder gar ein Grillverbot im Mietvertrag festlegen. Solltest du dich nicht daran halten, kann eine Abmahnung oder sogar die Kündigung folgen.

Rücksichtspflicht und Nachtruhe gelten auch im “Freien”

Grundsätzlich hast du als Mieter eine Rücksichtspflicht gegenüber deinen Nachbarn, auch wenn das Grillieren auf dem Balkon erlaubt ist. Solltest du dagegen verstossen, kann der Vermieter einschreiten. Dies könnte wiederum Konsequenzen für deine nächste Grillparty haben – also aufgepasst! Du solltest deine Nachbarn in keinster Weise beeinträchtigen oder belästigen. Die im Mietvertrag festgelegte Nachtruheregelung gilt nämlich auch auf dem Balkon. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A und O für alle, die in einer Mietwohnung wohnen. Manchmal macht es sich nicht schlecht, die Nachbarn im Vorhinein über deinen Grillplausch zu informieren. Oder ganz einfach: Lade sie zu einer feinen Wurst vom Grill ein und erspare dir so den Ärger.

Ein paar Tipps💡wie das Kriegsbeil begraben bleibt...

Unangenehme Rauchschwaden, die über das Balkongeländer hoch zu deinem Nachbarn ziehen und der Geruch nach verbrannter Marinade kann für Zündstoff zwischen dir und deinen Nachbarn sorgen. Vor allem bei der Nutzung eines Holzkohlegrills entsteht viel Rauch. Falls du der Meinung bist, dass nur Grillieren auf dem Holzkohlegrill wahres Grillieren ist, haben wir hier ein paar Tricks für weniger Rauch und Qualm zusammengestellt: 

  • Verwende Grillanzünder nur sehr sparsam,
  • nutze nur trockenes Holz und Kohle,
  • verfeuere keine Abfälle, 
  • benutze eine Grillzange anstatt eine Gabel, damit der Saft vom Fleisch und die Marinade nicht in die Glut tropfen,
  • nimm Alufolie und Grillschalen zur Hilfe und verringere das Tropfen, 
  • giess kein Bier über dein Fleisch, dein Nachbar wird dir dankbar sein.

Die goldene Regel, wenn es um das Grillieren auf deinem Balkon geht, ist simpel: Nutze gesunden Menschenverstand, sei rücksichtsvoll und tolerant gegenüber deinen Nachbarn. Mit dem Motto “Leben und leben lassen” solltest du gut bedient sein und deinem nächsten Grillplausch steht nichts im Wege. 

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