Wohnen im Holzbau – Was früher Mode war, wird wieder zum Trend

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Das Thema Nachhaltigkeit ist allgegenwärtig und auch im Bauwesen ist es von grosser Bedeutung. Es gibt diverse Varianten nachhaltig zu bauen und wohnen. Als eine von vielen Möglichkeiten, stellen wir euch heute den Holzbau aus verschiedenen Blickwinkeln vor. 

Schon vor Jahrhunderten haben Zimmermänner Häuser aus Holz gebaut und sich viel Wissen im Umgang mit Holzbauten angeeignet. In den letzten Jahrzehnten hat der Massivbau dominiert, jetzt wird allerdings das Bauen mit Holz wieder beliebter. Mit neuen Techniken und Bausystemen können trendige Wohnhäuser gebaut werden. Viele Leute interessieren sich für Nachhaltigkeit und die modernen, langlebigen Holzbauten bieten diesbezüglich verschiedene Vorzüge. Mit der Renaissance dieses alten Trends tauchen verschiedene Fragen zu dieser Bauweise auf. 

Kürzere Bauzeit dank Holz

Bevor man mit dem Bau eines Eigenheims beginnen kann, muss alles genau geplant und organisiert werden. Das Bauen mit Holz hat verschiedene Vor- und Nachteile. Die Bau- und Montagezeit ist sehr kurz. Jedoch ist Holz ein leichter Baustoff, sodass der Schutz vor Schall nicht vollständig gegeben ist. Vorteil des niedrigen Gewichts ist die Möglichkeit, viele Bauelemente vorzufabrizieren, wodurch der Bauprozess zusätzlich beschleunigt werden kann. Ausserdem kann Holz stark belastet werden, was unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Man darf jedoch nicht vergessen, dass für geplante Elektroinstallationen Raum geschaffen werden muss. Somit beansprucht die Elektroplanung im Vorfeld mehr Zeit als bei einem gewöhnlichen Massivbau.

Ökologisch wohnen

Neben der kurzen Bauzeit bietet das Wohnen in einem Holzhaus weitere Vorzüge. Die Umweltfreundlichkeit liegt dabei klar im Fokus. Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, der in den Wäldern der Schweiz nachhaltig bewirtschaftet wird. Ein Drittel des Landes besteht aus Wald und es wächst tatsächlich mehr Holz, als verbraucht wird. Aus dieser Perspektive gesehen sind die Wälder in der Schweiz durch die Nutzung des Holzes für den Wohnbau nicht gefährdet. Es ist ökologisches Material und was übrig bleibt, geht zurück in den biologischen Kreislauf. Nicht nur die Verarbeitung von Holz braucht wenig Energie. Auch beim Wohnen kann Energie gespart werden, weil Holz die Wärme speichert und im Winter deshalb weniger geheizt werden muss. Im Sommer kann es zwar sehr heiss werden, aber mit modernen Systemen sind auch an heissen Tagen angenehme Temperaturen möglich.

Gesund leben

Das ökologische Wohnen ermöglicht es gleichzeitig, gesund zu leben. Holz ist natürliches und atmungsaktives Material, wodurch ein behagliches Wohnklima mit allem Komfort geboten wird. Dank dem guten Raumklima herrscht eine optimale Luftfeuchtigkeit. Dies sorgt für den nötigen Wohlfühlfaktor. Da Holz aber lebt, gibt es verschiedene Nachteile. Es kann schrumpfen, zu Rissen führen und je nach Holzart muss es alle vier bis zehn Jahre gestrichen werden. Trotzdem ist das Wohnen in einem umweltfreundlich gebauten Haus etwas Besonderes und gesünder als in Massivbauten. 

Risiken durch Brände?

Viele nehmen an, dass ein Holzbau stärker von Bränden gefährdet ist. Holz ist zwar brennbar, aber die Geschwindigkeit des Brands ist langsam, gleichmässig und berechenbar. Das Risiko eines Brandes ist genau gleich wie bei anderen Häusern. Es ist nämlich vor allem das Mobiliar, das während dem Brand Feuer fängt. Ausserdem gelten in der Schweiz strenge Vorschriften und wir zählen die niedrigste Anzahl Todesfälle durch Brände weltweit. Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, entstehen zumindest keine toxischen Gase oder Schadstoffe.

Umweltfreundliches Wohnen kann also bereits mit der Auswahl der Bausubstanz für das Eigenheim beginnen. Wenn ihr viel Wert auf den Baustil und die verwendeten Rohstoffe legt, hat euch dieser Beitrag möglicherweise ermutigt, euer Zuhause aus Holz zu bauen. Doch egal, wofür ihr euch entscheidet – wichtig ist, dass ihr euch in eurem Zuhause wohl fühlt. 

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