Gemeinsam statt einsam – Wenn Jung & Alt zusammen wohnen

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Wohnraum ist, besonders in grossen Städten, sehr teuer. Auch für Studenten, die nur ein Zimmer in einer WG mieten, sind die Mietpreise hoch. Für's kleine Portemonnaie bieten sich heute verschiedene Formen praktischen Zusammenlebens an: zum Beispiel die Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft.

Es ist eine Tatsache, dass viele Studenten, wenn überhaupt, nur über ein geringes Einkommen verfügen. Gleichzeitig ist bezahlbarer Wohnraum eine knappe Ressource. Oftmals bevorzugen die Studenten deshalb eine kollektive Wohnform im Sinne einer Wohngemeinschaft. Im selben Zug nimmt der Anteil an SeniorInnen der Schweizer Bevölkerung zu. Sie beanspruchen ebenfalls Wohnraum in den Städten und haben auch im hohen Alter das Verlangen nach einem selbstbestimmten Leben. Hier setzt das Wohnmodell der Mehrgenerationen-WG an und wird Studenten wie älteren Menschen in Sachen Wohnen gerecht.

Wohnraum gegen Haushaltshilfe

Oftmals leben SeniorInnen nach dem Verlust des Partners alleine in ihrer Wohnung. Dass Kinder und Enkel um die Ecke wohnen, ist nicht immer selbstverständlich. Früher hingegen war es üblich, dass Familienmitglieder der verschiedensten Generationen – vom Enkelkind bis zur Grossmutter – das Zuhause teilten. In den letzten Jahrzehnten veränderte sich diese Wohnkultur, die Generationen leben vermehrt wieder getrennt. Dies steigert für ältere Menschen wiederum die Gefahr sozialer Isolation und das Bedürfnis nach einer Gemeinschaft. Fehlt es an sozialem Kontakt, lauert die Gefahr, aufgrund eines Gefühls von Einsamkeit und Überflüssigkeit in eine Altersdepression zu fallen. Ausserdem sind nicht mehr alle in der Lage, die ganze Hausarbeit selbst zu tätigen. Die Mehrgenerationen-WG bietet sich quasi als Tauschgeschäft an: Ältere Personen tauschen den übrigen Wohnraum in ihrem Zuhause oder ein einzelnes Zimmer für wenig Geld gegen die Unterstützung der Studenten im Haushalt. Die Jungen übernehmen dabei nach Absprache die Gartenarbeit, den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf, das Putz-Ämtli oder kümmern sich sogar um die Pflege ihrer Mitbewohner. Die Entlöhnung der Studenten besteht  aus einer Mietreduktion. Zum Beispiel sind die Jungen verpflichtet, so viele Stunden wie ihr Zimmer Anzahl Quadratmeter gross ist, im Haushalt Unterstützung zu leisten.

Austausch zwischen Generationen

Insbesondere bei den älteren Menschen werden Mehrgenerationen-WGs und Wohnprojekte, in denen Jung und Alt zusammen wohnen, immer beliebter. Es ermöglicht einen Dialog zwischen verschiedenen Generationen und fördert das gegenseitige Verständnis. Die SeniorInnen behalten ihre Selbstständigkeit und bleiben durch die Gespräche mit ihren jungen MitbewohnerInnen am Ball. Nehmen und geben scheint – auch beim Wohnen – eine neue Unterstützungskultur zwischen Jung und Alt zu sein. Ob das vielleicht eine langsam erscheinende Gegenbewegung zur generationengetrennten Wohnkultur ist, das wird sich bestimmt zeigen. 

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